Darmstadt meets Darmstadt ist das Motto der zweiten Hälfte [des Konzertes], die mit einer Suite des Komponisten Stefan Hakenberg eröffnet wird. Mexican Polka nennt er das zwanzigminütige, anspruchsvolle Werk, das der kuriosen Kombination aus einfachen Polka-Rhythmen und den ausufernden Melodielinien vieler Blechbläser besteht. Dazu bringt Stefan Hakenberg, der von der Neuen Musik kommt, eine Reihe von ungewöhnlichen Riffs zum Einsatz, die zu einem bewussten, lautstarken Chaos führen, das nur mühsam vom Two-Beat des exzellenten Schlagzeugers Jens Biel in Schach gehalten wird. Ein Saxofon-Duett zwischen Björn Grün und Peter Linhart erhöht die kreative Spannung. Alle Bandmitglieder erfreuen sich sichtlich an den manchmal skurrilen Klängen und erfüllen leichtfü├čig die Erwartungen des Arrangeurs, der das Orchester selbst dirigiert.

(Hans-Dieter Vötter, Darmstädter Echo, 2012)